Gebrauchstexte
sind für gewöhnlich nicht die Sache eines Musikwissenschaftlers,
die sich zumeist nicht auf das Terrain des Feuilletons begeben
wollen. Ich sehe dies anders. Für keinen Komponisten
der Wiener Klassik etwa wäre es verächtlich gewesen,
Musik für den Gebrauch, etwa zum Tanzen, zu schreiben.
Recht eigentlich verstanden ist populär zu sein sogar
besonders schwer. In Zeiten, da das Notenlesen nicht mehr
zur Allgemeinbildung zählt, liegt mein Anspruch, eine
Werkeinführung für Programmhefte zu schreiben darin,
dem interessierten Leser deutlich zu machen, dass es keineswegs
den Eindruck mindert, auch etwas von der Musik zu verstehen,
die einen beim Hören ergreift. Keineswegs informiere
ich die Leser allein über die Entstehungsgeschichte eines
Werkes, sondern versuche, sie in die ideengeschichtlichen
Hintergründe einer Komposition einzuführen.
Seit 1994 schreibe ich Werkeinführungen für die
Programmhefte verschiedener Konzerthäuser. Meine langjährigen
Auftraggeber sind vor allem das Berliner und das Wiener Konzerthaus,
das Konzerthaus Dortmund, das Radio Symphonie Orchester Stuttgart
und die Stuttgarter Philharmoniker, der NDR sowie das Festspielhaus
Baden-Baden. Außerdem arbeite ich seit Jahren mit dem
Internationalen Beethoven-Fest Bonn und young.euro.classic
Berlin zusammen. Texte für CD-Booklets habe ich für
den Hänssler-Verlag geschrieben.
Im Laufe der Jahre habe ich mir eine große Repertoirekenntnis
der Opern- und Konzertliteratur von der ältesten Musik
bis in die Gegenwart verschafft.
Da ich für viele Häuser geschrieben habe, kann ich
mich gut auf spezielle Eigenarten der Hefte eines Hauses einstellen.
Berufserfahrung sammelte ich 1994 in der Konzertdramaturgie
am Volkstheater Rostock, zwei Jahre später in einem Dramaturgiepraktikum
am Theater Bremen bei Herrn Schwarz und 1997 als Programmheft-Redakteur
beim Rheingau Musik Festival. Einführungsvorträge
habe ich u. a. 1997 im Zusammenhang mit dem Osud-Projekt (Janácek)
im Audi-Max Bochum gehalten. Rundfunkbeiträge von mir
sind vom SWR Stuttgart ausgestrahlt worden.
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